[Piercing]: eine Form der Körpermodifikation, bei der Schmuck in Form von Ringen oder Stäben an verschiedenen Stellen des menschlichen Körpers durch die Haut und das darunter liegende Fett- oder Knorpelgewebe eingefügt werden.
Die gezielte Verletzung verschiedener Haut- und Körperstellen, wie Zunge, Lippen oder Ohren als traditioneller Körperschmuck wird bereits seit Jahrtausenden von zahlreichen Kulturen und Ethnien praktiziert. Dabei handelt es sich neben der schmückenden Funktion meistens um die Abgrenzung zu anderen Volksstämmen, um spirituelle Rituale oder die symbolische Darstellung und Zelebrierung eines Veränderungsprozesses der Reife oder des gesellschaftlichen Status. Dagegen handelt es sich bei den meisten Oberflächenpiercings, wie dem Korsett-Piercing oder dem Madison-Piercing, um eine Neuerscheinung der späten 1990er Jahre.